Chronik

des Trachtenvereins „D’Lobachtaler“ Seeg

Die Vereinsgründung war am 13. Januar 1921 von den Gründungsmitgliedern

Josef Maul, 1. Vorstand
Ulrich Einsle 
Sebastian Maul
Martin Heim
Max Schweiger sen.
Michael Gast
Martin Kathan
Josef Kathan
Josef Mößmer
Josef Gast

in Hitzleried im Gasthaus „Sonne“, das auch zum Vereinslokal bestimmt wurde. Dem Verein wurde der Name „D‘ Lobachtaler“ gegeben. Der Name gründet sich darauf, dass die meisten Gründungsmitglieder in diesem Tal beheimatet waren und dies zum Teil heute noch sind. Schon 1922 wurde eine Fahne angeschafft, deren Weihe am 22. Mai dieses Jahres war. Der Verein „D‘ „Neuschwanstoaner“ Füssen hatte die Patenschaft übernommen. Kurze Zeit später standen die „Lobachtaler“ beim Nachbarverein „Falkensbergler“ RückhoIz Pate.

Wilhelm Bader beging mit seinen Vereinskameraden am 18. Juli 1927 das 6. Obere Lechgaufest. Am 23./24. Juli des gleichen Jahres erstellte Vorstand Bader mit beherzten Vereinskameraden und Bergfreunden das Kreuz auf der Köllenspitze. Die Einweihung war drei Wochen später, am 12. August. Da sich nun der Mitgliederkreis stark erweitert hatte, wurde als Mittelpunkt Seeg und das Gasthaus „Rößle“ (beim Schmiedwirt) zum VereinsIokal bestimmt, was einen Umzug von Hitzleried nach Seeg mit sich brachte. Im Jahre 1931 konnte die 10-Jahres-Feier mit Theater begangen werden. Auch wurde in diesem Jahr ein Gaupreisplatteln durchgeführt. Der damalige 1. Gauvorplattler, Xaver Haslach, war Mitglied der „Lobachtaler“. Die Machtergreifung des Nationalsozialismus war 1933. Auch die Trachtenvereine mussten sich etwas danach richten, wohl nicht ihren Namen ändern und auch nicht die Tracht. Die Vorstände sollten Führer« genannt werden. Es war jedoch nur einmal im Protokollbuch vermerkt, des öfteren aber ,Heil Hitler“. Auch damals war das Vereinsleben sehr rege mit vielen Veranstaltungen, insbesondere durch die „Kraft durch Freude“ – Organisation. Es kam zum Kriegsausbruch und fast alle männlichen Vereinsmitglieder mussten zu den Waffen greifen. Die Eintragungen ins Protokollbuch wurden eingestellt. Jakob Häfele übernahm die traurige Aufgabe, allen Vereinskameraden, die für’s Vaterland ihr Leben ließen, die letzte Ehre beim Heldengottesdienst in der Heimat zu erweisen.

29 Kameraden kamen nicht mehr nach Hause:

Gefallene von 1939 – 1946:

Josef Martin, Seeg, Burk
Luitpold Amberg, Seeg, Ried
Ulrich Mößmer, Seeg, Lobach
Paul Heel, Seeg, Schwalten
Engelbert Reichart, Lobacherviehweide
Johann Fritz, Lengenwang, Enisried
Georg Kornbichler, Seeg, Sulzberg
Simon Schmölz, Seeg, Hochstraß
Johann Schmölz, Seeg, Hochstraß
Josef Jörg, Seeg, Hitzleried
Josef Bäuerle, Lobacherviehweide
Franz Einsle, Seeg, Hitzleried
Franz Wörz, Seeg
Mathias Schwarz, Seeg, Felben
Klement Dopfer, Seeg, Seeweiler
Franz Böck, Rückholz, Schönewald
Michael Martin, Lengenwang, Aleuthen
Johann Hipp, Lobacherviehweide
Josef Endraß, Rückholz, Seeleuten
Vermisste
Ludwig Maurus, Lengenwang, Aleuthen
Xaver Bachmann, Lengenwang,
Aleuthen Josef Heel, Seeg
Paul Linder, Seeg, Schwarzenbach
Ludwig Linder, Seeg, Schwarzenbach
Anton Köpf, Seeg, Kirchthal
Xaver Haslach, Seeg, Tannenmühle
Peter Hipp, Lobacherviehweide
Engelbert Keller, Seeg, Hitzleried
Mathias Taufratshofer, Seeg, Hitzleried

Im Jahre 1946 erfolgte der Neubeginn durch den heimgekehrten Vorstand Schmid. Die erste Eintragung im Protokollbuch war eine Silvesterfeier. Bereits ein Jahr später wurde Josef Schmölz zum 1. Gauvorplattler gewählt. Vorstand Georg Schmid verstand es, mit seinen übrig gebliebenen und neu dazu gewonnenen Vereinskameraden den Verein wieder aufzubauen. So konnte der Verein unter seiner Führung 1951 das Gaufest des Oberen Lechgauverbandes, verbunden mit dem 30jährigen Vereinsbestehen, feiern. Das Fest wurde damals noch ohne Zelt durchgeführt. Es kamen immerhin drei Reitergruppen, zwei Landauer (mit Gründungsmitgliedern), 34 Vereine, 13 Musikkapellen und vier Festwagen, um mit uns zu feiern. Im Jahr darauf übernahm der Verein das Gaupreisplatteln. Es wurde für die „Lobachtaler“ ein voller Erfolg.

1953, zu Ehren des Bundespräsidenten Theodor Heuss, der in Schwalten auf Urlaub war, wurde ein großer Heimatabend veranstaltet, der uns Lob und Anerkennung einbrachte.

Der Wanderpreis für Gruppenpreisplatteln konnte von den „Lobachtalern“ als erster Verein gewonnen werden. Durch viel besuchte Feste geführt und geleitet, legte Vorstand Schmid nach 19jähriger Tätigkeit sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder, Im Jahre 1958 konnte das Heimatliedersingen des Gaues in unserem Dorf durchgeführt werden. Nach vielen Jahren sah man wieder einmal den Gauvorstand mit seinem Ausschuß und den Vorständen des Oberen Lechgaues bei einer Frühjahrsversammlung in Seeg.

Nach einer gründlichen Renovierung konnten wir 1965 unsere Fahne am Fronleichnamstag wieder in die Kirche tragen. Das folgende Jahr war ein Jahr der Trauer. Ehrenvorstand Wilhelm Bader, dem aktiven Mitglied Jakob Brandmauer und dem Ehrenmitglied (nach 19jähriger Vorstandschaft) Georg Schmid mussten wir die letzte Ehre erweisen und zu Grabe tragen. In der Jahreshauptversammlung 1967 wurde der Verein umbenannt. Er heißt jetzt Trachten- und Heimatverein „D‘ Lobachtaler“ Seeg. Auch dieses Jahr war nicht erfreulich. Vorstand Schilling musste nach fast neunjähriger Arbeit für den Verein sein Amt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig niederlegen. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich und wir mussten noch im gleichen Jahr für immer von ihm Abschied nehmen. Doch die Trauer war noch nicht zu Ende, als den Verein wohl der härteste Schlag in der Nachkriegsgeschichte traf. Durch den Unfalltod des Ertrinkens verloren wir unseren 2. Vorplattler, Fähnrich und Jugendwart Karl Schmid, sowie seinen Schulkameraden und Nachbarsbuben, ebenfalls schon ein aktiver Plattler, Matthäus Reichart.

Durch unsere Volkstanzgruppe, die allerdings noch sehr jung war, aber gut mitgearbeitet hatte, konnten wir durchhalten. Die folgenden Jahre waren keine Jahre des Stillstandes. Es wurde mit viel Fleiß und Geduld eine starke Jugendgruppe aufgebaut, die bei der 50-Jahr-Feier des Vereins zum ersten Mal auftrat. Dieses Fest konnte am 22./23. Mai 1971 unter Vorstand Fritz Baur mit dem Patenverein „D‘ Neuschwanstoaner“ und unserem Patenkind „D‘ Falkensbergler“ aus Rückholz gefeiert werden. Ein Höhepunkt dieses Festes war die 50jährige Vereinsgeschichte, vorgetragen von Vorstand Fritz Baut. Dieser ehrte auch alle noch anwesenden Gründungsmitglieder mit dem goldenen Vereins- und Wappentaler. Sieben weitere Anwesende wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und mit dem silbernen König-LudwigTaler geehrt. Am Festsonntag nahmen viele Vereine am Gottesdienst teil. Der Nachmittag wurde im Vereinslokal Rößle“ mit den anwesenden Vereinen in heiterer Weise verbracht.

Eine unserer vielen großen Fahrten soll hier aufgeführt werden. Die Firma Schenker & Co. lud uns anlässlich ihrer 100-Jahr-Feler nach Köln und Hagen ein. Bei der Herbstversammlung des Oberen Lechgaues wurde die Zusage für das Gaufest 1972 an die „Lobachtaler“ gegeben. Gemeinsam mit dem Schützenverein, der seine Fahne weihen lassen wollte, wurden die Vorarbeiten getroffen. Zum ersten Mal wurde in Seeg ein Zelt aufgestellt, um mit dem Gau das 54. Obere Lechgaufest am 3./4. August 1974 zu feiern. Zusagen kamen von 42 Vereinen in und außer Gau sowie von 16 Musikkapellen und acht Festwägen. Bei schönstem Wetter an beiden Tagen wurde das Fest durchgeführt. Ein großer Erfolg war auch der Festabend mit den anwesenden Vereinen und der Gaugruppe unter der Leitung von Sepp Lang.

Der Festsonntag wurde mit einem Gottesdienst auf dem Gießhübel eingeleitet, einem Bergrücken unmittelbar neben der Festwiese. Der Festzug am Nachmittag war ein einmaliges Erlebnis für Seeg und die rund 10000 Zuschauer. Voraus ging der Gauausschuss mit Toni Mayr und als Gäste der Vorstand der Vereinigten Bayerischen Trachtenverbände, Hans Zapf, Fritz Wiest vorn Allgäuer Gau, Ludwig Wittmann vom Lechgau, Bernhard Dachs vom Altbayrisch-Schwäbischen Gau und der Schirmherr, Landrat Adolf Müller. Nach vielen Darbietungen, Ansprachen, Ehrengabenverleihungen und Heiterkeit bis in die Nacht hinein, konnte Vorstand Baur mit den „Lobachtalern“ das Fest zum guten Abschluss bringen.

Das Gaujugendpreisplatteln führten wir am 13. April 1975 durch. Es beteiligten sich 320 Einzelteilnehmer und 16 Gruppen. Unsere jugendlichen konnten schöne Plätze belegen. Am 14. September des gleichen Jahres konnte unter tatkräftiger Mithilfe von den Vorplattlern Siegfried Trinkwalder und Sepp Baur auch das Gaupreisplatteln der Aktiven veranstaltet werden. 112 Einzelteilnehmer und elf Gruppen zeigten ihr Können. 1977 musste das hölzerne Gipfelkreuz auf der Köllespitze, 2244 in hoch, das von Mitgliedern unseres Vereins 1927 erstellt wurde und noch stand, erneuert werden, damit es dem Verein erhalten blieb. Voran Fritz Baur, der selbst ein begeisterter Bergsteiger ist, unterstützt von seinen fünf Söhnen, hat alle Vorbereitungen getroffen, den Zoll mit etwas Schwierigkeiten überwunden, und das Kreuz wurde, wie früher, auf dem Rücken junger Vereinsmitglieder hochtransportiert und am 15. August 1977 aufgestellt. Am 11. September war Einweihung bei strahlendem Wetter durch Pfarrer Anton Glas. Die „Senkele Buben“ sangen dann die Bauernmesse von Annette Thoma.

2. Vorstand, 2. Jugendwart, Vereinsmusikant und Sängerwart Franz Haslach musste im Alter von 42 Jahren nach längerem, schweren Leiden von uns gehen. Unter großer Anteilnahme vieler Trachtler aus dem Gau, die mit ihren Fahnen gekommen waren, Gauvorstand Toni Mayr, Ausschussmitglieder aus dem Allgäuer Gau und eine Abordnung von unserem zukünftigen Patenkind Abtsroda/ Rhön, wurde er am 17. Februar 1979 zu Grabe getragen. Vorstand Baut legte in rührenden und dankenden Abschiedsworten einen Kranz an seinem Grab nieder.

Am 21. Juli 1979 fuhren 60 Trachtler aus Seeg nach Abtsroda/Rhön zur Übernahme der Patenschaft und zu der damit verbundenen Fahnenweihe. Nach fünf Jahren freundschaftlicher Verbundenheit mit der Trachtentanzgruppe war es uns eine Ehre, für diesen jungen, rührigen Verein das „Dotle“ machen zu dürfen. Fahnenbänder wurden getauscht und so war ein Bund zwischen Volkstracht im Norden und Gebirgstracht im Süden geschlossen. Nach einem historischen Festzug erklangen unsere neu erworbenen, vom langjährigen 2. Vorstand Hans Nigg selber geschaffenen Alphörner.

(J. Schmölz)

Schon 2 Jahre später konnten wir unseren Patenverein und die Patenkinder zu unserem 60igsten Gründungsfest nach Seeg einladen. Am 28. Mai 1981 ( Christi Himmelfahrt) war Fest- und Ehrenabend beim Schmiedwirt. Nachdem Vorstand Fritz Baur, Gauvorstand Toni Mayr und die örtliche Prominenz ihre Gruß und Dankensworte vorgebracht hatten wurden verdiente Mitglieder für 25, 30 und 40 jährige Vereinstreue ausgezeichnet. Die Harmoniemusik und die anwesenden Vereine gaben mit ihren Auftritten dem Fest den richtigen Rahmen.

Am Samstag 30. Mai war großer Heimatabend in der brechend vollen Turnhalle mit der Musikkapelle Rückholz.

Am nächsten Tag zogen unter Vorantritt der Harmoniemusik die Lobachtaler und alle örtlichen Fahnenabordnungen zum gemeinsamen Gottesdienst in die Pfarrkirche ein. Der anschließende Frühschoppen in der Turnhalle beschloß die mehrtägigen Feierlichkeiten zum 60 jährigen Jubiläum unseres Vereins.

Die aktive Gruppe unternahm mit der Musikkapelle Eisenberg am 19. und 20. September einen Ausflug nach Dahlheim bei Mainz.

Unter Leitung des Gaumusikwartes Adolf Tremmel fand am 12. Dezember 1981 das Adventsliedersingen des Oberen Lechgaues in unserer Pfarrkirche St. Ulrich statt.

3. Juli 1983: Eine Abordnung des Vereins nahm an der Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 100 jährigen Bestehens der vereinigten Bayerischen Trachtenverbände in München teil.

Am 1. und 2. Oktober 1983 waren die Seeger Trachtler wieder mit der Eisenberger Musik unterwegs. Diesmal nach Gemmingen bei Heilbronn.

Am 23. und 24. Juni 1984 gings in aller Frühe los zu unserem Patenkind nach Abtsroda. Sie hatten uns zum Unterfränkischen Bezirkstrachtenfest eingeladen.

4.bis 8. Juli 1985 erste Fahrt nach Nordholz bei Cuxhafen mit der Musikkapelle Eisenberg.

Schon einen Monat später fuhren wir mit der Harmoniemusik Seeg nach Hüffelsheim bei Bad Kreuznach zum Nahe Weinfest.

Zweites Adventsliedersingen am 18. 12. 1985 in Seeg

Wieder gings mit der Musik Eisenberg auf große Fahrt. Vom 7. bis 8. Juli 1986 zum zweiten mal nach Gemmingen.

Vom 2. bis 6. Juli 1987 war ein Teil unserer aktiven Gruppe wieder zu Gast in Nordholz, ebenfalls mit der Musikkapelle Eisenberg.

Am 30.April 1988 drehte sich zum ersten mal das Wasserrad im Mühlbach in Laich. Es war ein Wunsch des Rektors i. R. Josef Krehut ,dass an dieser Stelle, an der über 600 Jahre eine Mahlmühle, die Lohmühle gestanden war, zur Erinnerung ein Mühlrad und ein Gedenkstein aufgestellt werden sollte. Der Heimat und Trachtenverein hat nach anfänglicher Skepsis die Aufgabe übernommen. In der näheren und weiteren Umgebung wurden Wasserräder angeschaut und sogar nach München ins Museum wurde gefahren um sich Anregungen zum Bau zu holen .Nun machten sich unser 2ter Vorstand Hans Nigg, ein gelernter Wanger und das aktive Mitglied Peter Kümmerle, ein Zimmerer an die Arbeit. Ein schon lange gelagerter Lerchenstamm, gestiftet von der Raiba Seeg lieferte das notwendige Material. Unser Vorplattler Erwin Baur, Maurer-und Zimmerer war zuständig für den Sockel und die Überdachung der Anlage. Das aktive Mitglied Simpert Martin übernahm die Metallarbeiten. Die Lager und die Achse sind eine Stiftung des Sägewerks Schweiger. Das Rad hat einen Durchmesser von 2 Metern und es wird mittelschächtig angetrieben..
Der Gedenkstein und die Erinnerungstafel wurden von der Gemeinde und der Firma Wirth.gespendet
Am 21.August war offizielle Inbetriebnahme des Mühlrades. Die Harmoniemusik Seeg spielte flott auf und Vorstand Fritz Baur bedankte sich nochmals bei allen die mit geholfen hatten. Seit diesem Jahr findet nun alljährlich am Sonntag nach Maria Himmelfahrt unser Vereinsfest an diesem schönen Platz statt.

Vom 6. bis 10 Juli 1989 waren wieder 6 Paare, Musikant, das Gesangsduo Maria und Hildegard und die Eisenberger Musik auf großer Fahrt. Diesmal gings nach Landesbergen bei Hannover.

10. November 1989: Vorstand Fritz Baur legte nach 22 Jahren sein Amt aus Altersgründen nieder. Zum neuen Vorstand wurde sein Sohn Josef gewählt.

4. März 1990. Erstes Funkenfeuer der Lobachtaler.
Dieser Brauch wird seitdem jährlich bei jeder Witterung am Funkensonntag durchgeführt.

Am 10. März Ehrenabend im Vereinslokal.
Im Mittelpunkt des Abends stand Altvorstand Fritz Baur, der zum Ehrenvorstand ernannt wurde. 38 Jahre war er in der Vorstandschaft. 16 Jahre zweiter Vorstand, zur gleichen Zeit 12 Jahre lang erster Kassier und ab 1967 erster Vorstand.

70 jähriges Vereinsjubiläum am 13. und 14. April 1991.
Samstagabend Ehrenabend für verdiente Mitglieder.
Am Sonntag Festgottesdienst in der Pfarrkirche, musikalisch gestaltet von der Vereinsmusikwartin Maria Paulsteiner mit einer Allgäuer Mundartmesse.

11. Mai 1991. Die erste Altpapiersammlung wird durchgeführt. Diese Aktion wird von nun an jedes Jahr wiederholt.

Am 17.September 1991 Eintragung in das Vereinsregister. Von nun an D`Lobachtaler Seeg e.V

Vom 22.bis 24 Mai 1992 Fahrt der aktiven Gruppe nach Chemnitz

Am 6.Dezember 1992 fand zum dritten Mal das Adventsliedersingen des Oberen-Lechgauverbandes in St. Ulrich statt.

Am 10.Januar 1993 übernahmen die Lobachtaler bei der Vorständetagung in Lechbruck nach zähen Verhandlungen das Gaufest 1994.Die Vereine D`Geldnachtaler Bertoldshofen und unser Patenverein D`Neuschwanstoaner Füssen, die Turnusgemäß an der Reihe gewesen wären, wollten, oder konnten aus bestimmten Gründen das Fest nicht ausrichten. Die beiden Vereine spendierten uns dafür einen sehr geselligen, gemeinsamen Vereinsabend und vom Gau erhielten wir den Gau-Friedensnobelpreis(Leider nur den Titel)

17.bis 21 Juni 1993. Zum dritten Mal fuhren wir mit der Musikkapelle Eisenberg nach Nordholz bei Cuxhafen.

Am 16.Oktober 1993 Einweihung des Gemeindezentrums in Seeg. Endlich hat unser Verein einen großen und modernen Veranstaltungsraum mit ausreichend großer Bühne. Die Bühne wurde von unserem Verein in Eigenleistung erstellt. Das Material dazu kam von der Gemeinde. Die neugegründete Theatergruppe des Vereins brachte einen Einakter zur Aufführung. Das große Bühnenbild zeigt den Hauptort Seeg von Norden her gesehen. Der Trachtenkamerad Benno Kölbl aus Füssen brachte dieses Kunstwerk auf die Leinwand.

Am 26. Dezember 1993 hatten unsere Theatrar die erste große Herausforderung. Der Dreiakter`“ Wenn d Katz ausm Haus isch“ war ein Riesenerfolg. Bis Dreikönig wurde noch 4mal gespielt. Die Theatrar sind voll im Hauptverein integriert
Seither wird jedes Jahr vom Stefanstag bis Dreikönig bei uns Theater gespielt. Ein großer Ankurbler zur Gründung der Gruppe war unser zweiter Vorstand Hans Nigg

Am 26. April 1994 Beerdigung von unserem Ehrenvorstand Fritz Baur. Der große Wunsch, sein drittes Gaufest in Seeg so ganz ohne große Verantwortung genießen zu können wurde ihm nicht mehr erfüllt.

25 jähriges Gründungsfest unseres Patenkindes in Abtsroda am 4. und 5. Juni 1994.
Es war uns eine Pflicht mit dem ganzen Verein in die Röhn zu diesem Jubiläum zu fahren. Musikalisch begleitet wurden wir von den Grüntenspitzbuabe aus Kranzegg

.74. Gautrachtenfest des Oberen- Lechgauverbandes vom 29. bis 31.Juli 1994.

Am Freitag formierten sich die Musikkapellen aus Eisenberg, Lengenwang, Wald und Seeg in den 3 Hauptortseingangsstraßen und vom Dorfanger her zu einem Sternmarsch, der sie beim Maibaum zusammenführte. Nach der Begrüßung durch Vorstand Baur und 4 Musikstücken im Massenchor gings gemeinsam zum Festzelt. Ein Stimmungswettbewerb der 4 Kapellen sorgte für einen gelungenen Festauftakt.
Festabend am Samstag
Nachdem unsere Festkapelle, die Harmoniemusik Seeg unter Leitung von Hans Mayer und die Alphornbläser uns musikalisch begrüßt hatten, erhoben sich alle Besucher von ihren Plätzen und sangen in alter Tradition die Bayernhymne. Vorstand Josef Baur konnte danach folgende Gäste bei uns begrüßen. Den Schirmherrn, Landrat Adolf Müller, Gauvorstand Max Bertl, Geistl. Rat Paul Ganal, Bgm. Manfred Rinderle Gauehrenvorstand Toni Mayr, den gesamten Gauausschuß, die Vorstände und Ehrenvorstände der Nachbargaue Max Prinz, Florian Echtler, Ludwig Widmann, den Vorstand unseres Patenvereins D`Neuschwanstoaner Herbert Braun die Vorstände der Patenkinder Georg Boos und Egon Bott ,den Vorstand der Festmusik Josef Schwarz und die politische Prominenz, MdL. Richard Wengenmayer, MdB Kurt Rossmanith und unseren Ehrengast, Neubürger und Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigl mit Frau. Nach dem Festprolog von dem aktiven Mädle Christine Paulsteiner, übernahm Gauvorplattler Walter Sirch das Kommando und führte durch den Gauheimatabend. In den dazwischen vorgetragenen Festreden des Schirmherrn , des Bundesfinanzministers und des Gauvorstandes wurden immer wieder auf die Wichtigkeit der Brauchtumspflege und des Ehrenamtes hingewiesen.

Das Gastgeschenk von Dr. Waigel war eine Einladung der ganzen aktiven Gruppe samt Vorstandschaft zu einer Brotzeit beim Biersepp.

Festsonntag

Punkt 6 Uhr marschierte unsere Festkapelle los zum Weckruf durchs Dorf. Auch die Böllerschutzen waren dabei und machten die Bürger munter. Vorstand Baur musste auch raus, denn er musste Traditionsgemäß allen einen Schnaps servieren. Bei strahlend blauem Himmel zelebrierte Gstl. Rat Paul Ganal den Festgottesdienst auf dem Gishübel, der von der Festkapelle musikalisch umrahmt wurde. Es war ein traumhafter Anblick. Im Hintergrund die glasklare Alpenkette und das festlich herausgeputzte Dorf und hier die vielen bunten Trachten und Fahnen der anwesenden Vereine. Anschließend war Frühschoppen im Zelt mit der Musikkapelle Rückholz und die Jugendgruppen der anwesenden Vereine zeigten ihr Können. Um 13 Uhr Aufstellung zum Festzug der sich dann Punkt halb zwei, nach dem krachen der Böller in Bewegung setzte.40 Vereine, 26 Musikkapellen und 17 Festwagen bildeten einen prachtvollen Zug durch unsere Gemeinde dem rund 10000 Besucher zujubelten. Unter den vielen Ehrengästen war auch der Vereinigten Vorstand Hans Zapf aus München. Den Meistpreis außer Gau nahmen die Schloßbergler Schongau, im Gau D`Lechgauer Prem und den Weitpreis unser Patenkind aus Abtsroda mit nach Hause. Zum Schluss sei noch einmal allen gedankt, die zum gelingen dieses wunderbaren und unfallfrei verlaufenen Festes beigetragen haben

Am 25.September wurde das im letzten Jahr ins Leben gerufene Preisplatten der Verwaltungsgemeinschaft Seeg zum ersten Mal von den Lobachtalern ausgerichtet. Den finanziellen Anstoß zu diesem Vergleichsplatteln, das nun jedes Jahr von einem anderen Verein der VG ausgerichtet wird, kam von unserem Ehrenmitglied Josef Schmölz.

Aktiv-Preisplatteln am 21. Mai 1995 in Seeg: 14 Gruppen und insgesamt 182 Teilnehmer kamen zu uns, um die besten Dreherinnen und Plattler des Gaues zu küren.

Am 28.Mai Teilnahme am Bayerischen Landesmusikfest in Füssen.

Vom 16. bis 18. September Ausflug zu Rhein in Flammen: Als Dankeschön an alle Trachtler die zu dem großartigen gelingen des Gaufestes beigetragen haben, leisteten wir uns an „gscheiten“ Ausflug. Rhein in Flammen bei St.Goar am ersten Tag und schon am nächsten Morgen ging’s weiter nach Bonn. Dort Stadtrundfahrt zu allen kulturellen und politischen Sehenswürdigkeiten unserer ehemaligen Regierungshauptstadt. Am 3.Tag fuhren wir in Richtung Köln zum Braunkohlekraftwerk Neurath der RWE. Dort Besichtigung des Kraftwerkes, des Tageabbaus und des stark umstrittenes Abbaugebietes Garzweiler 2.Gewaltig beeindruckt von den Dimensionen dieser Anlage ging’s zurück in die Heimat.

22. Oktober 1995 Jugend-Preisplatteln in Seeg: 281 jugendliche Teilnehmer und 16 Gruppen suchten ihre Besten.

Am 26. November 1995 Fahrt nach Triebes zur Fahnenstickerei Fischer: Auf Empfehlung von Egon Bott aus Abtsroda fuhren schon am 1. Mai Vorstand J. Baur und seine Frau Ute nach Thüringen um sich den Betrieb und seine Arbeiten persönlich anzusehen. Es folgte der Beschluss, dort eine neue Vereinsfahne sticken zu lassen.6 Mitglieder der Vorstandschaft machten sich um 3 Uhr in der Früh auf die Fahrt nach Triebes. Stundenlang wurde über die Gestaltung der Motive, der Farben, der Materialien und der Fahnenbänder diskutiert und verhandelt. Auf der langen Heimfahrt waren wir uns alle sicher, ein preisgünstiges Kunstwerk, das hoffentlich allen Vereinsmitgliedern und Bürgern von Seeg gefallen wird, bestellt zu haben.

9. März 1996. Patenbitten bei den Neuschwanstoaner Füssen: Wie schon unsere Gründungsmitglieder 1922 versuchten wir unser Glück, ein „Dotle“ für unsere neue Fahne zu finden, bei unserem bisherigen Patenverein D`Neuschwanstoaner Füssen. Wir hatten Glück und wurden nach zähen aber lustigen Verhandlungen erhört und hatten somit wieder das alte Dotle für unsere neue Fahne.

75 jähriges Vereinsjubiläum am 4. Mai 1996: Musikalisch umrahmt von der Harmoniemusik Seeg und unserer Stubenmusik konnte Vorstand Baur alle anwesenden Ehrengäste, Ehrenmitglieder, den Patenverein, die Patenkinder und alle anwesenden Trachtler und Mitbürger begrüßen. In seiner lockeren Art brachte er danach 75 Jahre Vereinsgeschichte zum Vortrag. Anschließend an die Glückwünsche unserer Ehrengäste, des Patenvereins und der Patenkinder wurden noch Ehrungen an verdiente Mitglieder ausgesprochen. Unser Kassier Baur Heinz hatte zu dieser Veranstaltung in langer und aufwendiger Arbeit eine Fotoausstellung zusammengestellt, die 75 Jahre D`Lobachtaler Seeg bildlich dokumentierte.

5 Mai Fahnenweihe: Zu den Klängen der Harmoniemusik zogen die Trachtenvereine Füssen, Rückholz, Abtsroda, Hopferau und Seeg, begleitet von der Gaustandarte und den örtlichen Fahnenabordnungen vom Kirchplatz in den Dorfanger, um dort die Festmesse zu feiern. Bei herrlichem Sonnenschein war der Gottesdienst und die Weihe der Fahne ein Höhepunkt unserer Vereinsgeschichte. Beim anschließenden Zusammensein im Gemeindesaal wurden Fahnenbänder ausgetauscht und auch an jede anwesende Fahne ein Erinnerungsband gebunden. Vorstand Baur war besonders Stolz darauf, dass unser Prachtstück ohne Bettelgeld, dank des gelungenen Gaufestes 1994 von der Vereinskasse bezahlt wurde. Der Vereinsausschuss und die Aktive Gruppe samt Theaterspieler spendierten je ein wertvolles Fahnenband.

Vom 20. bis 24. Juni fuhren wieder 6 Paare nach Nordholz, diesmal mit der Musikkapelle Seeg.

Am 13.November Übergabe unserer alten Vereinsfahne an das Heimatmuseum mit gleichzeitiger Überreichung einer Spende zur Restaurierung eines alten Kirchenfensters (Nazarenerfenster) aus unserer Pfarrkirche.

Am 7. Juni 1998 Übernahme der Bewirtung bei der Einweihungsfeier des Erweiterungsbaues unseres Heimatmuseums. Der Erlös wurde gespendet.

Gaujugendtag des Oberen Lechgaues am 14. Juni 98 im Gemeindesaal in Seeg.

Am 10. Oktober 98 wurde unter Leitung von den Gaumusikwarten Alfred Frei und Irmgard Mößmer das Gauliedersingen bei uns durchgeführt.

Am 4. und 5. September 98: Fahrt der Aktiven Gruppe, zusammen mit der Harmoniemusik Seeg nach Buchen im Odenwald.

22.Juni 2000: Zur Fronleichnamsprozession wurden zum ersten Mal, die von unserer Trachtenwartin Ute Baur und ihrer Tochter Yvonne entworfenen und gestickten Schultertücher und Schürzen getragen. Auch die Bube und Männer bekamen neue Krawatten aus dem gleichen blauen Stoff

80 jähriges Vereinsjubiläum am 17.Februar 2001: Nachdem die letzten Jahre schon mehrere große Feste gefeiert wurden, fand unser Geburtstag nun im kleineren Rahmen statt. Die Harmoniemusik begleitete uns, unseren Patenverein, unsere Patenkinder und die örtlichen Fahnenabordnungen zum Gedenkgottesdienst in die Pfarrkirche. Beim anschließenden Festakt im Gemeindesaal begrüßte der Vorstand alle Ehrengäste, Trachtler und Freunde des Vereins und nahm auch deren Glückwünsche entgegen. Einige Mitglieder wurden für 25 und 40 jährige Treue zum Verein ausgezeichnet. Zum Ehrenmitglied ernannt wurde Hans Nigg, der 28 Jahre lang 2. Vorstand des Vereins gewesen war.

Am 8. Dezember 2001 war wieder Advents- Liedersingen in unserer Pfarrkirche. Der komplette Erlös wurde zur Renovierung von St Ulrich gespendet.

Im Laufe des Jahres 2002 wurden alle jugendlichen Mädla und Buabe mit einheitlichen grauen Lodenjankern ausgestattet, die von unserer Trachtenwartin Ute genäht wurden.

Bei der Jahres-Versammlung am 15.November 2002 übergab Vorstand Josef Baur sein Amt an seinen bisherigen Vize Franz Fichtl.

Am 27. Juni 2003 Ehrenabend: Für 25 Jahre 1. Jugendwart, 8 Jahre 1. Vorplattler und 13 Jahre als 1. Vorstand wurde Josef Baur zum Ehrenvorstand ernannt. Gauvorstand Max Bertl dankte im Namen des Verbandes für die gute Zusammenarbeit und überreichte ihm die Urkunde für besondere Verdienste des Oberen-Lechgaues. Ein schönes Erinnerungsgeschenk erhielt auch Ute Baur, die sich seit 22 Jahren um den sauberen Zustand der Kinder und Föhlatrachten kümmert. 

Am 9. Oktober 2004 besuchte Bundespräsident Horst Köhler mit seiner Frau Eva unsere Gemeinde.

Trotz schlechtem Wetter machten Sie eine Wanderung zur Alpe Beichelstein, wo Sie von den Trachtlern, Böllerschützen, Harmoniemusik und den Nesselwanger  Jodlern begrüsst wurden. Bei  unkomplizierten, privaten Gesprächen brachten beide Ihre Freude über den schönen Empfang zum Ausdruck.

Am 1. Mai 2005 Maibaumaufstellen  zum 2.mal nach 2000 mit dem Stammtisch Wurzelbrüder. Damit war die Übergabe des Maifestes an unseren Verein  vollzogen.

29. Mai 2005 Mit dem Kleinbus der Gemeinde fuhren 8 Aktive nach Abtsroda zur Trachtenwallfahrt des Bezirks Unterfranken.

8. März 2006  Ausserordentliche Mitgliederversammlung wegen Satzungsänderung. Hauptgrund war die Beantragung der Gemeinnützigkeit

Am 27. März 2006 Spatenstich zum Neubau unseres Vereinsheimes und des Schützenvereins

29. März 2006 Beginn der Bauarbeiten. Den Bauplatz, das Bauholz und einen stattlichen Geldbetrag spendete die Gemeinde.

Am 24. Juni 2006 85. Vereinsjubiläum. Patenverein und Patenkinder waren eingeladen in den Gemeindesaal. Baur Heinz wurde zum Ehrenkassier und Blochum Centa zum Ehrenmitglied ernannt.

Am 12. Oktober 2007 Einweihung der Vereinsheime durch Pfarrer Helmut Guggemos, ein gebürtiger Seeger ,der zur Zeit Aushilfe in Seeg war. Ansprachen des Bürgermeisters, des Landrates und der beiden Gauvorstände der Trachtler und Schützen schlossen sich an. Traditionsgemäss wurde ein Laib Brot und Salz überreicht der von den Vorständen Fichtl und Eberle gebrochen und geteilt wurde. Mit einem Diavortrag wurde die Bauphase nochmals in Erinnerung gebracht. Die Blech-Saiten-Ziachmusik begleitete den Abend musikalisch.

9.April 2008 Einladung unseres Patenkindes Falkensbergler Rückholz zum 85. Jubiläum ,der wir gerne folgten.

27. April 2008 Tag der offenen Tür der Vereinsheime.   

Es war ein voller Erfolg. Hunderte Bürger  aus nah und fern erfreuten sich an unseren Räumlichkeiten und den dargebotenen Speisen. Mehrere Vereinseigenen Gruppen spielten zur Unterhaltung. Bis dahin wurden ca.5700 Stunden freiwilliger Arbeit geleistet, davon ca. 500 allein von Erwin Baur der von der Planung bis zur Fertigstellung alles in der Hand und geleitet hat.

15. August 2009 Wieder einmal kam Bundespräsident Horst Köhler mit Frau zu seinem Freund Dr. Theo Waigel nach Seeg. Mit allen Seeger Vereinen wurde ein großes Bürgerfest gefeiert.

Am 1. Mai 2010 wurde der vom Schmiedwirt gespendete Maibaum aufgestellt.

Vom 2.bis 5. Juni 2011 besuchte eine größere Gruppe des Vereins  St. Laurent sur Sevre, im Westen von Frankreich, die Partnergemeinde von Seeg.

15. Oktober 2011  90 jähriges Vereinsjubiläum. In Anbetracht, daß ja 2013 das Gaufest in Seeg stattfindet, wurde unser Jubiläum im kleinen Rahmen gefeiert. Nach dem Dank-und Gedenkgottesdienst den unser Pfarrer im Dialekt gehalten hatte, wurde im Gemeindesaal mit dem Patenverein und den Patenkindern, sowie mit den örtlichen und Nachbarvereinen ein geselliger Abend veranstaltet. Erwin Baur wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

Am 26.Juli 2013 wurde die schon seit  Jahrhunderten traditionell an diesem Tag durchgeführte Fußwallfahrt des Ortsteils Enzenstetten nach Maria Hilf ( Schmotzgrillenfreitag ) wegen unserem Festauftakt verschoben. Nochmals Dank an die Enzenstettner.

Vom 26. Bis 28. Juli 2013 Gautrachtenfest des Oberen Lechgauverbandes in Seeg

Nach 2 Jahren Vorbereitungszeit war es endlich soweit

Am Freitag Brauchtumsabend unter dem Motto: Musikante spieled auf

Mitwirkende waren: Nesselwanger Jodlar, Kiabachgsang aus Wildsteig, D` Lobachtaler Spitzbuebe, Berghoamat und die Südtiroler Tanzlmusik aus Bozen. Durchs Programm führte Johannes Hitzlberger aus Pfronten. Mit ca 900 Besuchern wurden die Erwartungen erfüllt.

Am Samstag großer Gauheimatabend mit den Vereinen des Oberen Lechgauverbandes und der Festkapelle Harmoniemusik Seeg unter der Leitung von Hans-Peter Stechele. Nach der Begrüßung durch Vorstand Franz Fichtl  brachten die Trachtenkinder Agnes Dorn und Andreas Mair den von Maritta Steger verfassten Prolog zum Vortrag. Auch unser Patenkind aus Abtsroda, die schon am Freitag angereist waren, haben Ihr Können gezeigt.

Der Festsonntag begann mit dem Weckruf um 6 Uhr mit den Böllerschützen und der Festkapelle die wir anschließend zum Weißwurstfrühstück ins Vereinsheim einluden.

Um halb zehn Festgottesdienst auf dem Gissübel

Bei strahlendem Sonnenschein und traumhaftem Bergpanorama umrahmten die Festkapelle, der Monika Dreigsang und die Jubiläumsmusik den Gottesdienst, der von unserem Mitglied  Monsignore  Luis Linder zelebriert wurde.  Lesung , Predig und die Führbitten wurden im Dialekt gehalten und vorgetragen. Tausende Trachtler und Gläubige aus nah und fern waren tief beeindruckt von dieser Messe. Nachdem Gauvorstand Walter Sirch der Toten gedachte, gings  zurück ins Festzelt zum Frühschoppen, den einige Jugendgruppen des Gauverbandes recht unterhaltsam gestalteten.

Angeschossen von den Böllerschützen pünktlich um halb zwei setzte sich der Festzug in Bewegung. Angeführt von der Festkapelle zogen 46 Vereine, 28  Musikkapellen und 20 Festwagen durch das festlich geschmückte Dorf. Die Vereine und Festwagen wurden von Ehrenvorstand Josef Baur und Gauvorstand Sirch dem Publikum vorgestellt. Ein besonderer Farbtupfer im Festzug waren die 12 Frauen der Lobachtaler die sich in ca 2 jähriger Handarbeit, eine nach alten Vorbildern gestalteten historischen Tracht zum ersten mal im Dorf zeigten. Der Motor für diese großartigen Arbeiten war Ute Baur. Fachlich beraten wurden die Näherinnen von der Trachten Kultur Beratung des Bezirks Schwaben und der Gautrachtenwartin  Christine Thieme.  Ebenfalls zum ersten mal wurde das von Dorn Martin und Baur Josef gestiftete und von Heim Alfred geschnitzte Vereinstaferl vor unserem Verein getragen. Zum Festausklang spielten noch die original Hopfenbläser zum Tanz.

Da dieser Tag mit über 30 Grad im Schatten der heißeste im ganzen Jahr war, war es nicht verwunderlich, dass sich die Besucherzahl am Straßenrand und im Zelt leider in Grenzen hielt. Trotzdem war es ein gigantisches und vor allem ein unfallfreies Fest.

 Die Vereinsführung lag bisher bei diesen Männern in guten Händen:
Josef Maul, ab 1921
Ulrich Einsle, ab 1924
Wilhelm Bader, ab 1927
Xaver Heel, ab 1930
Sebastian Maul, ab 1932
Jakob Häfele, ab 1934
Georg Schmid, ab 1940
Josef Schmölz, ab 1957
Matthäus Schilling, ab 1958
Fritz Baur, ab 1966
Josef Baur, ab 1989
Franz Fichtl, ab 2002
Johannes Blochum, ab 2015
Martin Dorn, ab 2017


Lasst am guten Alten uns in Treue halten, aber auf dem alten Grund. Neues wirken jede Stund‘ und am kräftigen Neuen uns leben und freuen!
(J. Schmölz)